Frankfurt City Triathlon- Mitteldistanz hart aber herzlich

Eine Woche nach unserem 24h Rennen stand für uns der nächste Wettkampf vor der Tür. Beim Frankfurt City Triathlon waren wir zur Mitteldistanz angemeldet – wer auch immer bei der Saisonplanung im letzten Jahr auf diese Idee kam …

Es waren 2 KM Schwimmen im Langener Waldsee, 80 KM Radfahren sowie 20 KM Laufen in der Frankfurter Innenstadt zu absolvieren. Obwohl wir beide für die Mitteldistanz angemeldet waren, war klar, dass Simon wie bereits am Walchsee wieder nur einen Duathlon absolvieren würde, da seine Verletzung am Fuß leider immer noch nicht verheilt war.

Check- In am Samstag:

Wir beschlossen bereits Samstags die Startunterlagen zu holen und auch unsere Räder schon einzuchecken, da wir am Sonntag ohnehin schon früh genug aufstehen mussten. Der Rolling-Start der Altersklassen Athleten war bereits für 6:31 angesetzt.
Die Wechselbeutel für T2 (Laufschuhe, Visor, Gel) gaben wir bereits bei der Startnummernausgabe in Frankfurt ab.

Beim Check-In der Räder am Langener Waldsee fiel uns auf, dass die Anordnung der Räder an den Ständern nicht aufeinanderfolgend angeordnet war, wir hatten zum Glück Plätze die man sich leicht merken und nach dem Schwimmen schnell wieder finden konnte.

Nachdem wir unsere Räder platziert hatten liefen wir die lange Wechselzone zum Schwimm-Ausstieg zurück um uns dort einen Überblick zu verschaffen. Ob mit Neo geschwommen werden durfte war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Dann ging es nach Hause um die Verpflegung und Wechselbeutel für T1 vorzubereiten.

Sonntag- Race Day:

Am Renntag klingelte der Wecker bereits um 4:00 Uhr morgens, der Schlafmangel vom 24h Rennen am Wochenende zuvor machte sich heute noch deutlich bemerkbar. Ein kurzer Blick auf die Website des Veranstalters und die Social Media Kanäle brachte keinen Hinweis ob Neo erlaubt war oder nicht, daher packten wir ihn sicherheitshalber mit ein. Im Halbschlaf machten wir uns mit unserem restlichen Equipment auf zum Langener Waldsee. Etwas später als geplant kamen wir um 5:45 Uhr dort an. Der Weg führte uns direkt in die Wechselzone zu unserem Rad, um Getränke, Verpflegung und Schuhe dort anzubringen. In der Wechselzone bekamen wir dann mit, dass das Schwimmen mit Neo erlaubt war, also rannte Simon schnell zum Auto zurück, um sie noch zu holen.

Um 6:15 Uhr legten wir dann unsere Wechselbeutel für T1 direkt am  Schwimmausstieg ab und quälten uns „schnell“ in die Neos. Einen Neo auf Zeit aus zuziehen haben wir schon oft im Training geübt, aber das Anziehen in Stress ist eine Erfahrung die man nicht nochmal machen möchte. Die Zeit rannte…

Dann ging es auch schon in die Startaufstellung um eine gute Position in der richtigen Startwelle zu bekommen. Caro ordnete sich ganz vorne ein und Simon bei den unter 30 Min- Schwimmern. Ein kurzes Durchatmen und dann ging es auch schon los 🙂

Swim:

Um 6:30 Uhr fiel der Startschuss für die Profis, kurz danach der Rolling-Start für die AKs. Nun galt es 1 Runde mit 2 KM durch den Langener Waldsee zu schwimmen. Bereits nach wenigen Metern wurde uns klar, dass das Wasser eigentlich viel zu warm für das Schwimmen im Neo war, man begann recht schnell zu schwitzen. Bei beiden fühlte sich das Schwimmen nicht so wirklich rund an, dennoch überholte Caro, wie zu erwarten, viele von den Profis und kam als 2. Frau mit einer Schwimmzeit von 26:39 min. aus dem Wasser. Simon absolvierte die Strecke nach 32:45 min.

Wir schnappten uns unsere Wechselbeutel, rannten den kleinen Hügel zu den Umkleiden hoch – Neo aus, Sachen im Wechselbeutel verstaut und raus auf die 700m lange Wechselzone zum Rad, bei Simon humpelnd, um seinen Fuß zu schonen.

Bike:

Auf dem Rad ging es vom See über die B44 Richtung Frankfurt, wo ein Großteil der Straßen komplett für uns gesperrt war. An der Friedensbrücke dann auf die erste von 4 Runden in der Frankfurter Innenstadt. Runde 1 und 2 waren gut zu fahren, die Beine noch fit und nicht allzu viele Athleten auf der Strecke. Ab der 3. Runde wurde es dann voller, da nun zusätzlich die Athleten der Olympischen- und Sprint-Distanz auf der Strecke waren.

Caro hatte anfangs recht schwere Beine, ließ es dann aber mit etwas angezogener Handbremse einfach laufen, wohl wissend, dass noch ein Halbmarathon folgen würde und die Beine doch etwas lädiert von der Woche zuvor waren. Nach einer Zeit von 2:04 h auf dem Rad, brachte sie ihr Rad in T2 und wechselte zufrieden in ihre Laufschuhe. Der Halbmarathon stand bevor.

Simon konnte auf der letzten Runde nochmal richtig aufs Pedal drücken, da er nach dem Radfahren das Rennen beendete, so kam er nach 02:01 h für die 80 KM in der T2 an. Aus seinem Wechselbeutel holte er seine Trinkflasche und begab sich direkt an die Laufstrecke um Caro zu supporten 🙂

Run:

Beim Laufen waren waren 4 Runden durch die Innenstadt Frankfurts zu absolvieren. Direkt nach dem Wechsel ging es über das Kopfsteinpflaster der Fressgasse durch die Verpflegungsstelle. Die Beine fühlten sich etwas schwer an, aber auch hier versuchte Caro ein gleichmäßiges Tempo anzuschlagen, wissend dass Familie und Freunde und auch unsere Trainerin Celia an der Strecke stehen – Aufgeben war keine Option. So schaffte sie sich Runde um Runde vorbei an den Stimmungsnestern, durch die Zeil  hindurch auf eine neue Runde. Am Ende stand eine Zeit von 1:29 h auf den 20 km zu buche, was eine Endzeit von 4:10 h und ein 5. Platz der Frauen (inklusive Profis) / 2. Platz in der Ak 30 bedeutete.

Sehr zufrieden mit beiden Ergebnissen geht’s nun in eine neue Woche, der Summertime Triathlon im Kraichgau ruft!

In diesem Sinne, bis nächste Woche

Simon und Caro