Olympische Distanz beim neuseenMAN in Ferropolis

Vor kurzem war es soweit, der 2. Triathlon-Wettkampf der Saison stand an. Der neuseenMAN in Ferropolis auch „Die Stadt aus Eisen“ genannt. Dieses Mal ohne Caro aber dafür in Begleitung meiner Eltern – mein Vater wollte seine erste olympische Distanz probieren. Also fuhren wir am 31.05.2019 in das Bundesland Sachsen-Anhalt, genauer gesagt in die Stadt Gräfenhainichen.

Dort liegt das das Gelände von Ferropolis, welches eine einzigartige Kulisse durch fünf riesige, aber stillgelegte, Tagebau-Bagger bietet. Die Bagger waren bis 1991 noch im Einsatz und dienten zum Braunkohle Abbau – so entstand auch der Gemminer See um das Gelände herum, welcher im Jahr 2000 geflutet wurde. Dies zum Hintergrund des Geländes und nun zum eigentlichen Wettkampf 😊

neuseenMAN 2019 die Wechselzone

Der neuseenMAN bietet Triathlon Wettkämpfe über die Distanzen Sprint-, Olympisch (01.06.2019) sowie Mittel-Distanz (02.06.2019) an. Es war bereits die 4. Auflage des neuseeMAN vom Veranstalter Maximalpuls – zweimal fand er in Leipzig statt und zweimal in Ferropolis.

Nach knapp 5h Autofahrt kamen wir in Gräfenhainichen an, wo auch direkt ein ein kurzes Wettkampf-WarmUp auf mich wartete:

20 Minuten auf dem Rad mit 10 Minuten Koppeln im Anschluss.

Die 20 Minuten auf dem Rad reichten aus, um von der Unterkunft zum Gelände von Ferropolis zu fahren und bereits einen ersten Eindruck des Geländes zu bekommen. Ab 16 Uhr konnte man dort bereits die Startunterlagen abholen und weitere Informationen abklären. Ungewöhnlich im Vergleich zu anderen Triathlon Veranstaltungen war zum Einen die freie Platzwahl in der Wechselzone sowie der Start um 13 Uhr mittags.
Auch wurde vom Veranstalter keine Badekappe gestellt; auf Nachfrage stellte sich heraus, dass sich wohl kein Sponsor fand.

Auf Grund der freien Platzwahl entschlossen wir uns am Samstagmorgen direkt um 8 Uhr beim Rad Check-In zu sein, um uns einen guten Platz zu sichern. In der Wechselzone gab es gab drei Reihen mit Holzkonstruktionen als Radhalterung sowie eine Klapp-Box pro Athlet um das Equipment für T1 & T2 aufzubewahren. Direkt am Ausgang der T1 konnten wir unsere Räder platzieren um keine Schwierigkeiten bei beiden Wechseln zu haben. 

Nach dem Check-In ging es zurück in die Unterkunft zum Frühstücken und um 10:30 wieder nach Ferropolis. Nun konnten wir Getränke und Gels am Rad verstauen und letzte Anpassungen am Wechselplatz vornehmen. Um 11:30 war der Start über die Sprint-Distanz und spätestens da war klar, dass bei 17,5 Grad Wassertemperatur auch bei der olympischen Distanz mit Neo geschwommen werden darf.

neuseenMAN 2019 Simon nach dem Schwimmen

Pünktlich um 13 Uhr fiel der Startschuss für 238 Starter/innen und es ging zuerst 2 Runden á 750m sowie kurzem Landgang im Gemminer See zu bewältigen. Ich kam bereits kurz vor der ersten Boie von der großen Masse weg und konnte so schnell in meinen Rhythmus finden.
Mein Vater musste während des Schwimmens leider aussteigen, da er massive Probleme mit der Atmung hatte, auch ein Wechsel zum Brustschwimmen brachte keine Besserung. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Vernunft vor falschem Ehrgeiz immer siegen sollte, denn die Gesundheit geht nun mal vor!

neuseeMAN 2019 Simon auf der Radstrecke

Nach 26:08 Minuten ging es für mich dann über Sand und Asphalt zum ersten Wechsel. Leider konnte ich hier nicht so schnell laufen wie ich mich das gewünscht habe, da die Beine nicht richtig fit waren, dies sollte sich aber auf dem Radstrecke ändern. Der erste Wechsel verlief ohne Probleme, ich kam schnell aus dem Neo raus, schnappte mir mein Rad und dann ging es auf die Radstrecke.
Auch hier gab es wieder 2 Runden zu bewältigen, dieses Mal á 20 KM von Ferropolis über frisch geteerte Landstraßen nach Oranienbaum und wieder zurück. Der super Zustand der Straßen, lange Geraden, wenig Wind und mittlerweile auch wieder fitte Beine konnte ich nach 59:59 Minuten die 40 KM absolvieren.

neuseeMAN 2019 Simon auf der Laufstrecke

Nach einem schnellen 2. Wechsel warteten noch 2 Laufrunden á 5 KM auf mich. Normalerweise kein Problem, aber mittlerweile lag die Temperatur bei 28 Grad welche sich durch den strahlendblauen Himmel aber deutlich heißer angefühlt hat. So konnte ich lediglich die ersten beiden Kilometer im geplanten Tempo laufen. Ab dann musste ich, auf Grund von Krämpfen in der Bauchmuskulatur, immer wieder kurze Geh-Pausen einlegen.
Nach 47:17 Minuten kam ich dann als 15. Mann gesamt ins Ziel und schaffte es mit einer Gesamtzeit von 2:16:29 sogar noch auf den 3. Platz in meiner Altersklasse. Meine erste Podiums-Platzierung in meiner Triathlon Karriere 🙂

Bis bald euer Simon