Rollentraining als Vorbereitung auf das 24h Rad am Ring

Es stand das erste spezifische Training für das 24h Rennen am Nürburgring auf dem Programm.

Insgesamt waren es 3 Rad-Einheiten im Abstand von 2,5-3h auf der Rolle.

Die erste Einheit, 1:15h mit niedriger Intensität und dafür mit verschiedenen Trittfrequenz- wechseln – Easy und quasi zum warm werden 🙂

Bei der zweiten Einheit ging es dann schon etwas mehr zur Sache. Die erste Stunde, mit 4x 20“ Sprints eingestreut, war noch „locker“. In der zweiten Stunde warteten 4×5 Minuten im größten Gang und GA2-Tempo auf uns, da kam Laune auf.

Innsgesamt waren es dann 2:15h und die Beine waren bei den letzten 5 Minuten schon müde.

Die dritte Einheit war gleich der ersten – 1:15h mit niedriger Intensität und verschiedenen Trittfrequenzwechseln. Trotz niedriger Intensität fühlte sich diese aber schon gar nicht mehr so easy an wie noch am Morgen.

Bei solchen Indoor Einheiten sollte man über ausreichend trockene Radhosen verfügen, da es sonst zu wunden oder scheuernden Stellen kommen kann.

Zur Unterstützung hierfür nutzen wir Cycle Glide von Body Glide. Aufgetragen auf empfindlichen Stellen bildet es einen Schutzfilm und verhindert so zusätzlich das Scheuern. Besonders bei langen oder mehreren Einheiten hintereinander auf dem Rad ist dieses Produkt sehr angenehm und empfehlenswert.

Wichtig für ein Rennen wie das 24h Rad am Ring ist eine solide Ausdauer im Grundlagenbereich, sprich im GA1 & GA2 Bereich. Diese Bereiche trainiert man am Besten durch lange Rad-Einheiten mit niedrigen Intensitäten.

Diese Einheiten sind gerade Indoor nicht sehr spannend und abwechslungsreich, müssen aber im Trainingsplan vorhanden sein.

Caro absolvierte die Einheiten mit ihrem Rennrad auf einer Tacx Flux S Rolle. Simon ebenfalls mit seinem Rennrad aber auf einer Wahoo Kickr Core.

Beide Rollen sind sogenannte „Wheel-off-Trainer“, bei welchen das Hinterrad entfernt und der Hinterbau des Rades auf die Rolle gespannt wird.

Wir hatten vorher beide eine „normale“ Rolle, bei welchem das Hinterrad in Rolle eingespannt wird. Hiermit waren wir nicht zufrieden. Man muss immer darauf achten, dass der Reifendruck stimmt und der Widerstand korrekt eingestellt ist, sonst rutscht der Reifen immer wieder durch. Hinzu kommt, dass der Abrieb eines normalen Rennradreifens deutlich höher ist. Hier gibt es Reifen mit einer speziellen Mischung für das Indoor Training, welche weniger Abrieb erzeugen. Diese müssen aber auch angeschafft und am Rad montiert sein, bevor man es in die Rolle einspannt.

Da beide Rollen „Smart Trainer“ sind, kann man diese mit verschiedenen Apps für PC, Tablet oder Smartphone verbinden. Hier gibt es zahlreich verschiedene Programme, aktuell nutzen wir BKOOL. Es liefert eine breites Spektrum von fertig geplanten Programmen zum Nachfahren, über virtuelle 3D Strecken, bis hinzu Videoaufnahmen von realen Strecken / Wettkämpfen mit dem jeweiligen Höhenprofil. Letzteres wird per Bluetooth oder ANT+ an die Rolle gesendet und so der Widerstand angepasst.

Wenn man in der Wintersaison viel oder sogar ausschließlich Indoor trainiert, lohnt es sich ein paar € mehr in die Hand zu nehmen und einen Wheel-off-Trainer zu kaufen.